BVB zeigt lila Ausweichtrikot in Tokio – Fans zwischen Begeisterung und Spott
Veröffentlichungsdatum: 30. Juli 2026, 19:13
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Borussia Dortmund befindet sich derzeit auf großer Marketing-Tour durch Japan, und dabei hat der Revierklub gemeinsam mit Ausrüster Puma ein drittes Trikot für die kommende Saison vorgestellt. Statt der gewohnten Kombination aus Schwarz und Gelb setzt der BVB bei diesem Jersey auf ein kräftiges Lila, ergänzt durch neongelbe Details an Kragen und Ärmeln. Damit soll laut Verein bewusst mit den gewohnten Sehgewohnheiten der Fans gebrochen werden, während die klassische Vereinsfarbe Gelb dennoch als Erkennungsmerkmal erhalten bleibt.
Präsentiert wurde das neue Outfit mitten in Tokio: Mehrere BVB-Profis liefen in dem ungewöhnlichen Dress über die weltbekannte Shibuya-Kreuzung, während andere Spieler bei einem Straßenfußball-Event namens „BVB World Street Series“ zu sehen waren. Die Aktion war Teil einer größer angelegten Werbereise, mit der Borussia Dortmund seine internationale Fanbasis in Asien weiter ausbauen möchte. Cheftrainer Niko Kovac begleitet die Mannschaft auf dieser Reise, wenngleich der sportliche Fokus in diesen Tagen klar hinter der Markenkommunikation zurücksteht.
Tokyo mit den Jungs 😮💨 pic.twitter.com/g41AjoeGEA
— Borussia Dortmund (@BVB) July 30, 2026
Auf den sozialen Netzwerken sorgte der ungewöhnliche Farbwechsel für reichlich Gesprächsstoff – und die Meinungen gehen deutlich auseinander. Ein Teil der Anhängerschaft feiert den mutigen Auftritt und zieht Vergleiche zum auffälligen pinken Auswärtstrikot der deutschen Nationalmannschaft bei der EM 2024, das seinerzeit ebenfalls für Diskussionen sorgte. Andere Nutzer zeigen sich dagegen wenig begeistert und bezeichnen das Design als eines der schwächsten Trikots, das der Verein je herausgebracht habe. Kritik gibt es zudem am auffällig rot gehaltenen Schriftzug des Sponsors, der im Gesamtbild als zu dominant empfunden wird. Manche Kommentatoren nehmen die Diskussion mit Humor und vermuten, das Trikot werde ohnehin nur selten zum Einsatz kommen.
Bemerkenswert ist außerdem, dass sich mit dem VfL Osnabrück sogar ein Zweitligist in die Debatte einschaltete. Der Klub aus Niedersachsen, der traditionell selbst in Lila-Weiß auf dem Platz steht, kommentierte den entsprechenden Social-Media-Beitrag des BVB kurz und trocken mit einem Lob für die gewählte Farbe. Der launige Zwischenruf kam bei vielen Fans gut an und sorgte für zusätzliche Aufmerksamkeit rund um die Trikot-Enthüllung.
Ob sich das violette Ausweichtrikot am Ende als Verkaufsschlager oder eher als kurzlebiges Kuriosum in der Vereinsgeschichte erweist, wird sich erst im Saisonverlauf zeigen. Fest steht: Borussia Dortmund hat mit der außergewöhnlichen Farbwahl erneut bewiesen, dass der Klub auch abseits des Spielfelds für Gesprächsstoff sorgen kann.